Ashanti Hocker

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Ashanti Hocker

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Holz, Schnitzkunst aus Ghana

Einst lebte ein sehr einflussreicher Priester namens Okomfo Anokye. Er war der persönliche Berater des mächtigen Ashanti Osei Tutu, Häuptling von Kumasi. Okomfo Anokye beeinflusste nicht nur die politischen Entscheidungen, er hatte auch speziellen Zugang zu den Göttern und Geistern. Er kannte die Geheimnisse der Magie und man erzählte sich, dass er sogar gegen die Schüsse der Feuerwaffen unverwundbar sei. Einmal trafen sich angesehene Fürsten und Stammeshäuptlinge mit Osei Tut, um den Zusammenschluss der einzelnen Stämme zu einem Reich zu diskutieren. Mit seinen Gebeten, durch die Anrufung des Himmels, ließ der Priester einen goldenen Stuhl in einer Wolke herhab-gleiten, direkt vor die Füße von Osei Tutu. Dieses

Zeichen brachte den einmütigen Zusammenschluss der Völker und von nun an war Osei Tutu der König des mächtigen neuen Ashanti - Reiches. Der „Goldene Stuhl“, ein Heiligtum, eine besondere Gnade des Himmels, beinhaltet die gesamte Seele der Nation. Später kämpften die Briten viele Jahre gegen die

Ashanti. Sie hatten von diesem Stuhl, der aus purem Gold sein sollte, gehört und wollten ihn unbedingt haben. Die Ashanti wussten das und ließen daher eine Kopie anfertigen. Nach einem weiteren Kampf hatten die

Briten den „Goldenen Stuhl" entdeckt und mitge-nommen, aber es war der falsche. Den richtigen hatten die Ashanti bereits in Sicherheit gebracht. Der falsche goldene Stuhl steht heute in einem britíschen Museum, der echte goldene, der einzige seiner Art, ist im königlichen Ashanti - Palast in Kumasi zu besichtigen.
Aus: Adinkra, Verlag für afrikanische Literatur und Kulturbegegnungen, Leonding

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