In der Isebucht, an deren Ende Nagoya liegt, die Stadt von Toyota, liegen sich Tokoname, wo wir gestern waren und Yokkaichi, fast genau gegenüber.

Railwaystation Kasumigaura in Yokkaichi, Mie Präfektur, hier treffen wir uns mit Araki Teruhiko, dem Chef von Nankei Pottery. Araki ist nicht nur Chef, sondern auch Chefdesigner und seine Handschrift sieht man überall. Im wunderschönen Präsentationshaus genauso wie in den sehr modernen Teekannen.

Und auch in der Produktion, wo alles sehr gut durchdacht wirkt. Die MitarbeiterInnen wirken hoch motiviert und erklären uns die Abläufe bis ins kleinste Detail. Man merkt sie sind stolz darauf, was sie machen. Körper, Ausguss und Seitenarm der Teekannen werden auf rotierenden Tellern mit einer Vorrichtung, die die formenden Finger ersetzt, mit unglaublicher Präzision hergestellt.

Tradition und neue Methoden werden optimal miteinander verbunden. Der Seitenarm steht immer in einem Winkel von 80 Grad zum Ausguss, nicht 90 wie oft üblich. Eines von vielen Details mit großer Wirkung für den Nutzer.

Eine Besonderheit ist das Siegel von Nankei 万事急須. Dieses Siegel ist seit 2011 geschützt und in jede Kanne eingeprägt. Abgeleitet wurde es von 万事休す, was so viel bedeutet wie alles ist verloren. Durch den Ersatz des zweiten Teils durch die Zeichen für Teekanne 急須, entsteht ein neuer positiver Sinn, der die Menschen dazu anregen soll, sich mit Hilfe der Teekanne einen Moment Zeit zu nehmen und die Teekanne als Katalysator für die bewusste Wahrnehmung des Hier und Jetzt zu verwenden – pures Ikigai!